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« Wilders vergewaltigt die jüdisch-christliche Tradition 16/6 [DE] | Main | Wilders in Copenhague: Ethnic cleansing of Muslims 15/6 [EN] »
Monday
Jun152009

Etnische Säuberung Europas: Wilders fordert Abschiebung von "Millionen" Muslimen aus Europa! 15/6 [DE]

17/6: Aufpassen! Es gibt eine neuere, auf Deutschfehler korrigierte, Version dieses Artikels! (LINK)

Gehen Sie bitte dorthin...

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Letzten Sonntag wurde das holländische Parlamentsmitglied Geert Wilders befragt in eine Sendung der dänischen TV.

Er entfaltete ein Programm für eine ethnische Säuberung Europas. Von Menschen muslimischer Herkunft, versteht sich.

Hör zu (Englisch/Dänisch), wie er sein Programm entwickelt:

Resümieren wir: Es gibt zu vielen Menschen muslimischer Herkunft in Europa und es wird von denen noch mehr geben, weil sie sich so schnell fortpflanzen. Muslime (und ihre in Europa geborene Kinder) sind geimpft worden mit einer "kriminellen Ideologie" (Islam). Leider sind sie unintegrierbar und eine permanente Unterwanderung "unserer" Werten. Deshalb gäbe es so viele Kriminellen unter ihnen. Die Letzten sollten unmittelbar nach die Herkunftsländer ihrer Eltern abgeschoben werden. Aber das ist nicht genug: Jeder Muslim "der anfangt zu DENKEN über Sharia und Jihad" oder das "Kaliphat", sollte ebenfalls abgeschoben werden.

Obwohl er sagt, dass nichts gegen individuellen Muslims einzubringen hätte, meint er doch, dass sie alle teilhaben an einem Projekt zur "Übernahme unserer Kultur um sie grundsätzlich zu ändern". Die Abschiebung der kleinen Kriminellen ist also nur eine Vorübung für die Rettung Europas mittels ethnisch-religiöser Markierung.

Wie jeder gewandte etnisch Säuberer, hat Wilders auch einen Salamitaktik aufgestellt: Anfangen mit der Isolierung eines Teils der visierten Gruppe, annehmlich machen dass sie schwerer bestraft werden als anderen Menschen, also die Gleichheit im Gesetz abschaffen. Aber, im dänischen Interview, hat Wilders schon eine weitere Gruppe visiert. Nämlich: "...diejenigen die DENKEN über Jihad und Sharia". Unbedingt raus! Auch mit denen!

Damit geht er einen Schritt weiter als vorhin. Man darf nicht nur nicht mehr seine Meinung sagen, nein, man darf eben nicht mehr über etwas denken!! Die logische Folge ist klar: Weil man nun einmal nie wissen kann, was einer denkt, ist jeder Muslim oder Kind eines Muslims, ein potentieller Gefahr. Oder umgekehrt: Wenn jemand Muslim ist, ist es unmöglich dass er nicht über Umma, Jihad und Sharia nachdenkt. Und mitdem ist er/sie kandidat für die wildersche Abschiebung. Die selbstverständlich anfängt mit Inhaftierung in .... Was denken Sie? Gut geraten! In einem Lager, wo sie 'konzentriert' werden.

Der Mann sagt, bis heute unbestraft, dass es sich um "Millionen", "zehnfach Millionen", handeln könnte.

Leider ist Wilders nicht mehr der marginale, hysterische, Figur von vor wenigen Jahren. Er hat eine grosse Gefolgschaft in den Niederlanden (zweitgrösste Partei), in Israel, bei den amerikanischen Konservativen die ihn finanziell unterstützen und in mehreren Staaten Europas. Es wäre zu verwirrend, aber nicht ungerecht, ihn mit dem Hitler der zwanzigern Jahren zu vergleichen.

Aber nehmen wir ein aktuelleres Vorbild. Wer hätte den hetzenden Dichter Radovan Karadzic des Jahres 1990, der raste gegen allen nichtserbischen Bosniakern, ernst genommen? Und wo ist er jetzt? Genau: Er muss sich vor Genozid und ethnischer Säberung Tausender Menschen verantworten beim haager Jugoslawien-Gericht der Vereinten Nationen.

Und, wie Experten des Gerichtshofes es besagen, man kann nur beweisen, dass er von Anfang an den Genozid vorhatte, wenn man seinen Äusserungen aus der "Vorzeit" in Betracht nimmt. Man hätte also vorher wissen können, worauf es mit dem Dichter ankommen würde.

Wenn wir in der Zukunft die "etnische Säuberungs" Operationen zuvorkommen möchten, sollte Herr Wilders schon jetzt beim Internationalem Strafhof im Haag verklagt werden.

Wer wagt es?

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Reader Comments (1)

Ein sehr interessanter Artikel. Sollten Sie noch weitere Informationen haben - wurde ich mich freuen

July 8 | Unregistered CommenterNachrichten

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