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« Gaza: Sur les justifications historiques et religieuses (discussion sur medium4you) [FR] | Main | Gaza: Racisme ne se justifie pas par l’impuissance, ni par le désespoir [FR] »
Tuesday
Jan132009

Gaza: Rassismus, Unmacht und Hoffnungslosigkeit [DE]

.Ulfkotte 2001: Vorurteile gegen JudenUlfkotte 2009: Vorurteile Anti-IslAnfang 2009: Es ist als ob die Phosphorbomben und die Clustermunition der israelischen Angriffen auf Gaza mich persönlich treffen. Hatte ich nicht meinen Freunden ein neues, zivilisierteres, Jahrhundert versprochen?

Es darf nicht so sein. Opportunistische Intellektueller (ich nenne sie nicht mehr) sind Ausbeuter geworden der Ängsten einer marginalisierten Bevölkerung der "Problemviertel" der Großstädten. Man muss sich immer wehren gegen den lächerlichen Angriffen der Ulfkotten u.Ä.

Heute lese ich, dass einer, gar nicht dummer, Achmed Q. im Internet schreibt:

“I think Hitler had done a great job by eliminating them to some extent”.

Die "Them" sind die Juden. Die Webseite heisst:

“The real enemies of Humanity - The Unveiled Truth About Zionists.” (Die wirkliche Feinde der Menschheit - Die unbekannte Wahrheit über den Zionisten).

Ahmed hat sich gestern an dieser Webseite angeschlossen. Ich kann es nachvollziehen. Deine Familie in Gaza hat israelischen Pamphlete und Telefonanrufe bekommen. Man soll fliehen, "Fern von den Hamas-Mitgliedern". Wie fern? Wenn eine Mehrheit der Wähler sich in 2006 für Hamas entschieden hat, ist die Frage: Wohin?

Es ist teuflisch, Menschen die schon gar kein Lebensraum haben, aufzufordern, ihre Wohnung zu verlassen, weil Vernichtung droht. Ist es zum Erstaunen, dass Ahmed (und viele andere Leute auch), denken dass es eine Verschwörung ist?

Das ist der Moment, als die faule Intellektueller einmarschieren.

"Ja, Ahmed, es gibt eine jüdische Verschwörung! Hitler wusste es schon! Lese Ulfkottes "Gencode J"! Die Sionisten hatten schon eine Holocaust für jeden nicht-levitischen Menschen vorbereitet. Die Juden haben immer schon die Keimen der tödlichen Erkrankungen verbreitet. Es steht geschrieben in Ulfkottes "Gencode J"!

Und es steht da wirklich. Ulfkotte schrieb es, als die "Muslim-bashing" noch nicht das "cool"ste war, Sommer 2001. Er dachte, dass eine anti-israelische Epoche bevorstand. Kleines Irrtum! Schnell korrigiert! Nicht die levitische Verschwörung, sondern die der Muslimbrüderschaft sollte in barem Gelde umgesetzt werden. Was dann auch geschah, und noch immer geschieht...

So oder so, wenn man der Lösung des blinden Rassismus unterliegt, fällt man in den Händen der Ulfkotten!!

So sieht man, wie dünn die Grenze ist zwischen diesem oder jenem Rassismus.

Es ist der heilige Aufgabe der (linken?, sagen wir: anständigen) Politikern, um, wenn sie sich in einer Protestbewegung engagieren, auch umsetzbaren Zielen vorzuschlagen, und die Unumsetzbaren zu verweigern. Aber die Politiker, die Opinionsmacher, sind abwesend. Gaza ist zu schwierig. Warten wir ab.

Fast niemand hat den Mut, zu sagen: "Ich habe die Moscheen verteidigt gegen den Angriffen der Opportunisten, nicht weil ich an diesem oder jenem Gott glaube, sondern weil ich gegen jede kollektive Bestrafung bin. Jetzt sage ich dasselbe, wenn man zulässt das Aufrufe veröffentlicht werden, um überall Synagogen anzugreifen."

Dennoch, es sollte immer wieder gesagt werden: Ich verstehe, wir verstehen, Gefühle der Machtlosigkeit und Wut. Aber diese Gefühle sind nie eine Rechtfertigung für Rassismus. Und Rassismus ist es, wenn du wahllos alles Jüdisches angreift was auf deinem Wege kommt. Ebensoviel als es Rassismus ist, als Peres sagt, dass die Einwohner Gazas "menschlichen Tiere" seien.

Sollte man darum aufhören, Manifestationen zu veranstalten?

Gar nicht! Man braucht mir nicht zu sagen, dass es tunlich ist, um Provokateure, Aufgeregte, während einer Demonstration zu disziplinieren. Nicht mit Polizeigewalt, sondern mit Parolen, die eine Perspektive haben auf Erfolg.

Weil man im Moment keinen wirklichen Einfluss nehmen kann auf der Politik der US-Regierung, und noch weniger auf der der israelischen Regierung, sollte man sich, wie man in den sechzigern Jahren machte, richten auf den schwachen Seiten des Gegners. Die Verwendung von international gebannten Waffen wurde schon erörtert. Eine Resolution gegen dem Einsatz von weissen Phosphorbomben in dichtbesetzten Gebieten könnte schwierig von einer hypokriten Mehrheit im Parlament verneint werden, wenn dasselbe Parlament schon das internationale Vertrag darüber gutgeheisst hat.

Und da gibt es noch so viele nützlichen Sachen, die gestern unbesprechbar erschienen, aber heute heissaktuell sein könnten, wie die Erstärkung des internationalen Strafhofes im Haag (Kriegsverbrechen), oder eben die Entsendung einer europäischen Militärmacht, die mindestens dazu dienen könnte um die amerikanische Einflussnahme zu normaleren Proporzionen zurückzudrängen...

Man hat in uns investiert, auf dass wir verstehen könnten. Verstehen hört nich auf, wenn man ratlos gemacht wird. Im Gegenteil. Unsere Rat ist mehr als immer nötig! Machtlosigkeit ist keine Rechtfertigung für Rassismus...

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