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« Waarom staat er niets in de Nederlandse en Vlaamse pers over de laffe racistische moord in Dresden? 7/7 [NL] | Main | Jeune merle est venu voler les croquettes du chat [FR] »
Saturday
Jul042009

Entschuldigung: Ulfkotte und FAZ hatten Shell-Verleumdungsprozess 1997 nicht gewonnen, doch VERLOREN! 6/7 [DE]

Ken Saro Wiwa (+1995)Ich muss mich entschuldigen bei den Lesern. Ich hatte immer geglaubt, dass die Behauptung des Dr. Udo Ulfkotte, nämlich dass diejenigen (namentlich Herr Rössel) die 1996 gesagt hatten, dass er sich in einem Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) an Shell-Nigeria "prostituiert" hätte, vom Richter bestraft wurden.

Das Gegenteil ist der Fall: (Quelle)

Im Juli 1997 entschied das Landgericht Köln, dass Rössels Charakterisierung der FAZ und ihres Korrespondenten keine »Schmähkritik« gewesen sei, sondern eine »Meinungsäußerung«, die aufgrund des Sachverhaltes zulässig sei.

Hat Ulfkotte später doch sein Pfund Fleisch bekommen? Nein, denn:

Die zunächst angekündigte Berufung wurde nie eingereicht.

Und wenigen Monaten später war Ulfkotte kein Redakteur der FAZ mehr.

Es ist mir einen nützlichen Warnung erteilt worden. Man darf NIE, NIEMALS, glauben was der Dr. schreibt oder sagt!

Es ist immer einfacher als man denkt. Ich dachte, dass Ulfkotte von einer Miliz der britischen Geheimdienst in Zusammenarbeit mit Shell an der Nase herumgeführt worden war. Also wäre nicht das Unternehmen Shell seine Quelle, sondern lokalen Aktoren. Ulfkottes Geheimdienstlerei wäre Ursache und Entschuldigung zugleich.

Aber es ist einfacher und platter als ich dachte. Es hat allen Anschein davon, dass Udo schon damals sehr, zu sehr, aufs Geld eingestellt war:

Ende 1996 behauptete Karl Rössel auf einer Veranstaltung im Rahmen der »Ken-Saro-Wiwa-Woche« in Köln, der FAZ-Redakteur Udo Ulfkotte sei für eine firmenfreundliche Berichterstattung vom Ölkonzern Shell »geschmiert« worden und die FAZ habe sich durch den Abdruck seiner Artikel »für Shell prostituiert«. Der Hintergrund: Ulfkotte hatte wie andere Kollegen von WAZ, FR, Welt und SZ an einer von Shell gesponserten Reise nach Nigeria teilgenommen. Nach einem Rundflug in einem Shell-Hubschrauber über das Ogoni-Land hatte er berichtet, von Umweltverschmutzungen durch die Ölförderung sei kaum etwas zu sehen. Während seine Kollegen immerhin den Sponsor Shell in ihren Berichten nannten, verschwieg FAZ-Redakteur Ulfkotte diesen Umstand, und Shell druckte seine Artikel als »objektive Berichterstattung« in seinen Werbebroschüren nach.

Das außergerichtliche Abkommen der Firma Shell mit den Familienmitgliedern des Shell-Opfers Ken Saro Wiwa in den USA (in Juni 2009, 19 Millionen Dollars) hat uns vor einigen Tagen die Augen geöffnet. Der Ogoni Dichter Ken Saro Wiwa hatte die von der Firma verursachten Umweltverschmutzung im nigerianischen Ogoniland öffentlich verklagt und wurde vom nigerianischen Regime deshalb zum Tode verurteilt. (Über der Genozid an der Ogoni Bevölkerung: Michigan State University). Das Urteil ist vollstreckt worden.

Dieser Vorgang war etwa zu schroff für Shell, weshalb sie ausländischen Korrespondenten eine "Fact-Finding Mission" anbot. Nur Ulfkotte schrieb (ohne die von der Shell-Firma bezahlte Helikopter-Tour zu nennen) was man von der Seite der Firma erhoffte. Ulfkottes "Reportagen" wurden von der Firma Shell mehrfach veröffentlicht und wurden ihm gut bezahlt. Die FAZ war nicht amüsiert und sie hat sich von Ulfkotte getrennt.

Ist Ulfkotte damit Schuld an der Ermordung des ogonischen Dichters? Nicht ganz. Aber doch ein Bisschen.

Ulfkotte ist zu haben: 1996 für Shell-Nigeria, 1999 gegen den Polen in der EU, 2000 gegen den Euro, 2001 gegen die Mossad, 2002 gegen die Islam, und 2009: für einen "ethnic cleansing" von 'Risiko-Gebieten' in Deutschland.

Es hängt davon ab, wer zahlt. (Oder: Von wem Ulfkotte verhofft dass er zahlen wird.)

Wann, eigentlich, wird das frankfurter Landgericht endlich urteilen über Ulfkottes Klagen gegen Blogger wegen "Verleumdung"? Wird der Richter Ulfkottes Zuhältertum in Anspruch nehmen?

Denn, wo es erlaubt ist, von Prostituierung zu sprechen, so kann man den Zuhalter nicht unbesprochen lassen.

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